Theke wechsel dich!

Liebe Kundinnen und Kunden,

ab Dienstag, den 21.09. finden Sie in unserem VollCorner Biomarkt in Bogenhausen unsere neue TAGWERK Bio-Metzgertheke mit Fleisch und Wurst aus der regionalen TAGWERK Biometzgerei in Niederhummel bei Freising.

Dafür nehmen wir kleine Umbauten vor und schließen deshalb vorübergehend unsere Fleischtheke von Samstag, den 18.09.2021 um 16:00 Uhr bis einschließlich Montag, den 20.09.2021.

Währenddessen finden Sie in unserem Kühlregal Bio-Fleisch von unseren regionalen Bio-Metzgereien.

Ab Dienstag, den 21.09. sind wir dann wieder für Sie da!

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr VollCorner Team


Sophias Rezepte fürs Klima

In den Kochbüchern von Sophia Hoffmann geht’s um mehr als einfach nur Essen zubereiten! Denn die Köchin, Autorin und Aktivistin aus Berlin setzt sich sehr für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein – und hat viele Ideen rund um eine vegane, regionale und saisonale Küche.

Vielleicht konnten Sie Sophia Hoffmann sogar schon persönlich kennenlernen, denn sie hat 2019 ihr Buch »Zero Waste Küche« in unserem VollCorner Schwanthalerhöhe vorgestellt!

2021 ist ihr neuestes Buch »Die kleine Hoffmann: einfach intuitiv kochen lernen« erschienen. Sie hat uns zwei kreative Rezepte daraus verraten.

 

 


Carrots spenden – Kulturgut erhalten!

Saatgut ist seit tausenden Jahren der Grundstein unserer Ernährung! Ein wichtiges Thema also, dem sich unser Partnerbetrieb Obergrashof in Dachau schon lange widmet: Seit über 20 Jahren setzt sich die demeter-Gärtnerei für Züchtung und Anbau samenfester Sorten ein – und damit für den Erhalt unserer Saatgutvielfalt und die Unabhängigkeit von wenigen großen Agrochemie-Konzernen.

»Samenfestes Gemüse für München und Umgebung«

Die Gärtnerei hat jetzt den gemeinnützigen Verein Kulturpflanzenentwicklung Obergrashof e.V. gegründet. VollCorner unterstützt dieses zukunftsweisende Projekt und auch Sie können mitmachen: Über Ihre CarrotCard App können Sie Ihre gesammelten Carrots spenden! Für 500 Carrots gehen 10 € als Spende an den Verein. 

Julian Jacobs, der sich gemeinsam mit Urban Ewald für den Verein engagiert, erzählt uns in einem Interview mehr über ihre Arbeit und was mit Ihren Spenden passiert.

Warum ist euch der Anbau von samenfesten Sorten so wichtig?
Julian Jacobs
: Da gibt’s viele Gründe! Zum einen, die Sortenvielfalt und die Unabhängigkeit der Bauern und Gärtner zu bewahren. Denn mit dem Einsatz von Hybridsaatgut ging über die Jahre ein großer Teil unserer Gemüsesorten verloren und große Konzerne beherrschen heute den Saatgutmarkt. Dabei ist Saatgut ein Kulturgut, das wir unbedingt erhalten müssen und ein Gemeingut, das allen zugänglich sein sollte, ähnlich wie Boden, Luft und Wasser.

Und es geht darum, Kulturpflanzen in ihrem natürlichen Wesen zu achten. Seit Jahrtausenden sind sie essentiell für die Ernährung der Menschen und waren immer in den Händen der Bauern und Gärtner. Heute ist das leider anders.

Zwei weitere gute Gründe, warum es sich lohnt zu samenfestem Gemüse zu greifen, sind übrigens seine hohe Ernährungsqualität und sein voller Geschmack.

Was macht ihr denn mit den Carrot Spenden unserer KundInnen?
Julian Jacobs: Um dem Thema mehr Raum geben zu können, haben wir den Verein Kulturpflanzenentwicklung Obergrashof e.V. gegründet. So können wir uns neben unserer Gärtnerei verstärkt der Saatgutarbeit widmen und schaffen dafür einen eigenständigen Ort. Da unser Verein gemeinwohlorientiert ist und wir natürlich für den Start einiges benötigen, z.B. neue Gewächshäuser, Lagerräume und Ausrüstung, freuen wir uns über jede Unterstützung.

Was ist euer Ziel?
Julian Jacobs: Nachbaufähige Kulturpflanzen zu entwickeln, die gerne angebaut und gekauft werden! Wir wollen die Qualität unseres samenfesten Gemüses immer weiter verbessern, alte Sorten aufleben lassen oder neue Sorten entwickeln.

Aktuell arbeiten wir zum Beispiel an Projekten mit samenfestem Spinat und Fenchel. Unser Ziel ist es aber nicht nur selbst mehr Sorten anzubauen. Wir wollen Saatgut aus biologisch- dynamisch gezüchteten, samenfesten Sorten liefern – auch für unsere Gärtner-KollegInnen. Wichtig ist, das Bewusstsein für das Thema in der Gesellschaft durch Aufklärung zu schärfen.
Danke, dass Sie uns mit Ihren Carrot-Spenden dabei unterstützen!

Wir sind gespannt und freuen uns über alle samenfesten Sorten, die wir dank des Vereins in unseren VollCorner Gemüseabteilungen anbieten können. Danke für das Interview, Julian.


Unsere fleißigen NachbarInnen

Keine Frage, Honig ist einfach lecker! Aber nicht nur deswegen schätzen wir die Arbeit unserer fleißigen Bienen und ImkerInnen. Denn wenn wir regionalen Bio-Honig auf’s Brot streichen, unterstützen wir auch unsere ökologische Landwirtschaft, die Bestäubung wichtiger Kulturpflanzen und den Erhalt der Artenvielfalt.

Allein für ein Glas Honig legen Bienen auf unzähligen Flügen eine Distanz zurück, die sie mehr als einmal um die Erde führen würde. Dabei bestäuben sie Wiesenblumen, Obstbäume, Gemüse und etliche andere Pflanzen.

Die warme Jahreszeit bietet eine bunte Vielfalt an Trachtpflanzen. »Im Juni und Juli sind unsere Bienenvölker am stärksten mit bis zu 60.000 Tieren pro Volk. Jetzt heißt es Saison-Endspurt und wir sind gut beschäftigt mit Schleudern, Abfüllen und Ausliefern«, erzählt Imkerin Verena Trax. »Übrigens die perfekte Zeit für Lindenhonig! Den können wir sogar mitten in München bei Nymphenburg ernten.«

Zu unseren Imkern pflegen wir ein partnerschaftliches Verhältnis und freuen uns immer, wenn sie uns mit neuem Honig beliefern. Hier stellen wir Ihnen zwei von ihnen vor:

Bestimmt sind Ihnen die bunten Gläser von Jonas und Verena Trax schon in unseren Regalen aufgefallen. Denn in der Bioland-Imkerei sind alle Etiketten kleine, selbst gemalte Kunstwerke.

Wir sind immer wieder beeindruckt, mit wie viel Herzblut, Naturverbundenheit und Erfahrung das junge Paar arbeitet. Jonas Trax wurde das Imkern schon in die Wiege gelegt – denn sein Großvater und seine Eltern lernten bei einem der bedeutendsten Bienenzüchter der Welt, Bruder Adam, der sogar von der Queen ausgezeichnet wurde. Auch die Familie von Verena Trax hatte schon lange Bienen auf ihrem Bio-Bauernhof.

Ihren Traum von einer eigenen Bio-Imkerei, verwirklichte das Paar gleich an zwei Standorten: In Verenas Heimat Kirchseeon bei München und in Beverungen an der Weser, wo Jonas’ Großvater eine Imkerei aufgebaut hatte.

Hier erfahren Sie noch mehr über Familie Trax.

Margot Erber aus Haag

Als Margot Erber und ihr Mann Thomas vor mehr als 10 Jahren eine landwirtschaftliche Fläche erwarben, ahnten sie nicht, dass sie damit den Grundstein für eine eigene Bio-Imkerei – und eine große Leidenschaft gelegt hatten. Denn dort stand ein leeres Bienenhaus, das besonders Margot Erber in ihren Bann zog.

Heute arbeitet die Imkerin nach Naturland-Richtlinien, denn von Anfang an war klar: Das Wichtigste an ihrer Arbeit ist der Erhalt der natürlichen Vielfalt und ein respektvoller Umgang mit Tieren und Pflanzen.

Kein Wunder, schließlich könnte ihr Arbeitsplatz kaum schöner sein! Die Standorte der Bienen sind Wälder, blühende Wiesen und Felder bei Bio-Landwirten in der Umgebung – in diesem Sommer z.B. auf einem Kornblumenfeld von einem altbekannten VollCorner Lieferanten, dem Biohof Lex!


Naturkosmetik für den Frühling

Wenn Sie auf der Suche nach Pflegeprodukten für den Frühling sind, schauen Sie unbedingt mal in unseren Kosmetikabteilungen vorbei! Hier erhalten Sie eine große Auswahl zertifizierter Naturkosmetik. Mit dabei sind unsere bekannten Partner wie Weleda, Dr. Hauschka, Cattier oder Primavera. Wir halten aber auch immer die Augen nach kleinen Manufakturen und spannenden neuen Entdeckungen offen.

Naturkosmetik aus Oberbayern

Besonders freuen wir uns, wenn auch unsere Kosmetik von Betrieben aus der Region kommt. So wie die Pflegeprodukte von Martina Gebhardt. Ihr Firmensitz ist das Kloster Wessobrunn in der Nähe von Weilheim.

Im Interview hat sie uns mehr über ihre Arbeit und Tipps für die Pflege im Frühling und in Corona-Zeiten verraten.

Interview

Zur Creme-Herstellung kamen Sie durch eine persönliche Geschichte. Erzählen Sie mal…
Martina Gebhardt: Ja, mit einem Hundebiss fing alles an, ich war etwa drei Jahre alt. Ich wurde genäht und hatte leider eine Narbe auf der linken Wange. Im Teenager-Alter wurde mir deswegen in der Apotheke eine Salbe mit natürlichem Wollwachs gemischt. Das Abheilen der Narbe ließ sich Zeit. Wie viele in der Pubertät hatte ich Akne, aber erstaunlicherweise blühten die Pusteln auf der linken Seite deutlich weniger. Das motivierte mich, der Rezeptur nachzugehen. So nahm schon früh alles seinen Lauf!

Ihr Firmensitz liegt ja ganz in unserer Nähe, im Kloster Wessobrunn. Werden hier auch die Produkte hergestellt?
Martina Gebhardt: Wir setzen auf eine lokale Herstellung und eine hauseigene Manufaktur. In unserem Demeterzertifi zierten Heilkräutergarten wachsen viele Pfl anzen, die schon seit Jahrhunderten in diesem Kloster angebaut wurden und die wir für unsere Produkte nutzen.

Also spielen heimische Inhaltsstoffe für Ihre Produkte eine große Rolle?
Martina Gebhardt: Das benediktinische Kloster hat für mich gerade deshalb so gut gepasst, da ich als ich vor ca. 40 Jahren meine Produkte entwickelte, das Glück hatte auf Salben ehemaliger Klosterapotheken zurückgreifen zu können. Dank einer benediktinischen Krankenschwester, die meine Mutter kannte. Dazu gehörten auch die Wissensschätze über die Heilwirkungen unsere heimischen Kräuter.

Ich war fasziniert davon, wie simpel diese Rezepturen waren und wie wirkungsvoll. Schon damals keimte in mir das Konzept »Weniger ist Mehr« und »Lieber lokal als global«. Wenn auch manche Rohstoff e aus der Ferne stammen, interessierte ich mich dafür, weil ich Bio-Projekte gerade in Ländern wie in Afrika, Asien oder Südamerika fördern wollte.

Zurzeit ist unsere Haut mit viel Händewaschen und Desinfizieren neuen Strapazen ausgesetzt. Gibt’s da besondere Tipps?
Martina Gebhardt: Stimmt! Die natürlichen Abwehrkräfte unserer Haut, die Standfl ora, bestehen aus Mikroorganismen, die leider von Desinfektionsmitteln mitabgetötet werden und daher ihrer Funktionen nur noch in abgeschwächter Form gerecht werden können. Hier empfehle ich alles was Wollwachs und Bienenwachs enthält. Die im Wollwachs enthaltenen Stoff e sind unserem Hautfett so ähnlich, dass unsere Haut in der Lage ist, den PH Wert optimal einzustellen und die Feuchtigkeit langfristiger zu halten. Empfehlen kann ich hier die HAND & NAIL Pflege mit Kamillenblüten.

Haben Sie zum Abschluss noch einen Pflege-Tipp für den Frühling?
Martina Gebhardt: Sehr gerne, im Frühling haben wir oft trockene, zu Entzündungen neigende Haut, eventuell mit Juckreiz. Hier empfehlen sich wieder Produkte, die der natürlichen Emulsion der Haut am ähnlichsten sind: Cremes mit Wollwachs, ohne einen weiteren Emulgator und auf Wasser in Öl-Basis, damit sie die Haut vor Feuchtigkeitsverlust schützen können. Zum Beispiel die HAPPY AGING cream mit Granatapfel. Gut für empfindliche Haut ist auch die SHEABUTTER Linie!

Falls Sie noch Fragen zu den Produkten haben oder eine persönliche Empfehlung suchen, schauen Sie am besten direkt in unseren Kosmetikabteilungen vorbei!


Kartoffeln vom Acker nebenan

Ob Sommer oder Winter – eins finden Sie fast immer in unserem Saisonkalender: Regionale Kartoffeln vom Biohof Fuchs aus Schrobenhausen. Denn bei kühler, trockener und dunkler Lagerung lassen sie sich noch lange nach der Erntezeit aufbewahren.

»Im Herbst lagern wir bis zu 500 t Kartoffeln ein, die können wir dann bis Mai ausliefern «, erzählt Bio-Landwirt Alexander Fuchs.

Zum Glück! Schließlich ist die Knolle gerade in der deutschen Küche Grundlage für unzählige Gerichte. Da vergisst man schnell, dass sie im 16. Jhd. eigentlich als Exot aus Südamerika zu uns kam. Verwandt ist sie übrigens mit Paprika, Aubergine und Tomate, die wie die Kartoffel zu den Nachtschattengewächsen gehören.

 


Küchentipps rund um die Kartoffel

1. Achten Sie auf die Kocheigenschaften:
Festkochende Kartoffeln behalten ihre feste Konsistenz. Sie eignen sich z.B. für Kartoffelsalat, Gratins, Pell- oder Bratkartoffeln.
Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind die Allroundtalente zwischen fest und mehlig. Sie binden Saucen besonders gut und schmecken hervorragend als Pell- und Ofenkartoffeln, Pommes oder Reiberdatschi.
Mehlig kochende Kartoffeln werden sehr weich und zerfallen beim Kochen aufgrund ihres hohen Stärkegehalts. Eine gute Grundlage für Pürees, Suppen, Gnocchi oder Knödel.

2. Frühkartoffeln sind durch ihren hohen Wassergehalt und ihre dünnere Schale nicht so lange lagerfähig und sollten schneller verbraucht werden, während sich Sorten aus dem Spätsommer/Herbst auch gut für den Winter einlagern lassen.

3. Achtung: Grüne Stellen großzügig entfernen, sie enthalten vermehrt Solanin.

4. Obwohl Kartoffeln es kühl mögen, ist's im Kühlschrank oft zu kalt! Dann wandelt sich ihre Stärke in Zucker um, was den Geschmack verändert.

5. Schälen? Wenn überhaupt, dann erst nach dem Kochen! Denn die Schale schützt und enthält viele Nährstoffe.

Rezepte mit Kartoffeln

Koch-Inspirationen gesucht? Auf unserer Rezept-Seite finden Sie leckere Ideen, was Sie aus der Kartoffel alles zubereiten können – z.B. selbstgemachte Gnocchi mit Kürbis oder Gorgonzola, Suppen oder Gratins.

 

Hier geht's zum Biohof Fuchs!


12.360 € für Schule in Tansania

Danke für Ihre Unterstützung!

Was man zusammen erreichen kann, wenn jeder eine Kleinigkeit spendet, zeigte bereits unsere Weihnachtsaktion 2018 für die Hekima Mädchenschule. Das wollten wir wiederholen und engagierten uns im Dezember 2020 Jahres wieder mit unserer Spendenaktion für die gemeinnützige Hekima Girls’ Secondary School in Afrika.

Denn die Hekima Girls’ Secondary School mit Internat für 400 Schülerinnen im Nordwesten Tansanias ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie junge Afrikanerinnen dank einer Ausbildung gestärkt ins Leben gehen. Schulleiterin Schwester Esther Buberwa ermöglicht hier jungen Frauen durch eine Schulbildung Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben. Mehr über die Schule erfahren Sie hier.

VollCorner verdoppelt Spenden von 6.180 € auf 12.360 €!

Um dieses großartige Projekt zu unterstützen konnten unsere KundInnen bis zum 06. Januar bei jedem Einkauf an allen Kassen unserer VollCorner Biomärkte einen Betrag ihrer Wahl in bereit gestellte Spendengläser einwerfen. Anschließend sammelten wir die Spendengläser aus allen VollCorner Biomärkten ein und zählten das gespendete Geld aus. Dank Ihnen kamen bei der Spendenaktion 6.180 € zusammen! Eine stolze Summe, die wir von VollCorner nun sogar noch verdoppeln! Damit dürfen wir nun einen Gesamt-Spendenbetrag von 12.360 € direkt und ohne Abzüge an Schwester Esther Buberwa und die Hekima Girls’ Secondary School in Tansania übergeben.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen KundInnen für ihre großzügige Spende!
Außerdem bedanken wir uns auch bei unserem langjährigen Partner Voelkel. Die Naturkostsafterei beteiligte sich mit 1.000 € zusätzlich!


Extremer Winter in Spanien

Liebe KundInnen,

Schnee und Kälte stellen auch unsere Gemüse-Bauern in Spanien vor große Herausforderungen. Wegen des extremen Wintereinbruchs sind dort viele Gemüsekulturen in Gewächshäusern erfroren.

Wir bitten um Verständnis, dass dies zeitweise zu Liefer-Engpässen und steigenden Preisen führen kann.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an info@vollcorner.de

Ihr VollCorner Team


Gesunder Boden, gutes Brot!

Eine intensive konventionelle Agrarindustrie und die zunehmende Verstädterung weltweit zerstören immer mehr ökologisch wertvolle Flächen. Dabei ist ein gesunder, fruchtbarer Boden die Voraussetzung dafür, dass wir etwas zum Essen auf dem Tisch haben. Mit der Aktion Boden-Brot 2021 machen die Freien Bäcker, eine unabhängige Berufsorganisation handwerklich arbeitender BäckerInnen, auf diese Entwicklung aufmerksam - und wir machen mit! Seit dem 16. Januar gibt’s bei uns sechs Wochen lang zwei „Boden-Brote“ gebacken von unseren regionalen Partnerbäckereien Fritz Mühlenbäckerei und Lokalbäckerei Brotzeit.

Pro verkauftem Brot fließt 1,- € als Spende in die Ausbildung von engagierten Menschen zu „Boden-BotschafterInnen" von der gemeinnützigen Bildungsorganisation Atelier Ernährungswende. Die Wissensvermittlung übernehmen Boden-ExpertInnen aus dem wissenschaftlichen Bereich sowie aus bäuerlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Im Anschluss sollen die „Boden-BotschafterInnen“ für die Durchführung von Workshops in Berufsschulen und Betrieben zur Verfügung stehen.

Gleichzeitig macht die Kampagne auf die Wichtigkeit fruchtbarer Böden aufmerksam. Über Infos auf Brottüten und Flyern soll ein möglichst großes Bewusstsein für den Erhalt wertvollen Mutterbodens geschaffen werden.

Was ist gesunder Boden?

Wussten Sie, dass die oberste Schicht des Bodens von unzähligen, winzigen Lebewesen bevölkert wird? In nur einer Handvoll Erde stecken mehr Lebewesen als Menschen auf dem Planeten. Diese dünne Schicht und ihre Bewohner stellen die Grundlage unserer Existenz dar.

Sie versorgen die Pflanzen mit Nährstoffen und Wasser, wandeln organisches Material zu Humus um und sorgen dafür, dass CO2 im Boden gespeichert wird. Ihr wichtigster Vertreter, der Regenwurm, ist ein Indikator für die Fruchtbarkeit des Bodens und er besitzt eine Schlüsselfunktion für die Steigerung der Bodenfruchtbarkeit. Können Sie sich vorstellen, dass in nur einem Hektar gesundem Grünlandboden bis zu drei Millionen Regenwürmer leben?

 

Agrarindustrie, Verstädterung, Klimawandel

Weltweit verschwinden immer mehr gesunde Ökosysteme. Sie fallen Agrarspekulationen oder dem wachsenden Siedlungs- und Verkehrsbau zum Opfer. Doch der Hauptgrund für die immense Verschlechterung der weltweiten Bodenqualität liegt in der intensiven Bewirtschaftung durch die konventionelle Agrarindustrie. Böden verlieren ihren natürlichen Gehalt an organischen Stoffen. Sie verdichten, verschmutzen und versalzen zunehmend.

Die Verschlechterung der Bodenqualität senkt auch die Qualität von Wasser, Luft und Nahrungsmitteln und wirkt sich negativ auf die biologische Vielfalt und den Klimawandel aus.

 

 

Bodendegradierung stoppen, Bio-Landwirte unterstützen

Ein stärkeres politisches Engagement und die Unterstützung von Bio-Landwirtschaft sind notwendig, um die Bodendegradierung und den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen.

Denn im Gegensatz zur intensiven Bewirtschaftungsweise der konventionellen Agrarindustrie setzen sich unsere Bio-Bauern für den Schutz des Bodens ein. Zum Beispiel indem sie auf Pestizide verzichten und dafür mehr Handarbeit, wie zum Beispiel Jäten, in Kauf nehmen. Oder sie durch Förderung von Nützlingen wertvolle Ökosysteme schaffen und die Artenvielfalt erhalten!


Hier zählt jeder Fußabdruck!

Sauberes Grundwasser, frische Luft, fruchtbare Böden – dafür ziehen bei der Wir haben es satt!-Demo eigentlich Zehntausende vor das Kanzleramt in Berlin und fordern eine umweltverträgliche und faire Agrar- und Ernährungspolitik. Statt der Groß-Demo findet dieses Jahr mit der „Aktion Fußabdruck“ ein pandemietauglicher, dezentraler Protest statt, den wir natürlich unterstützen!

Alle gesammelten Fußabdrücke werden am 16. Januar als großer „Forderungsteppich“ vor dem Kanzleramt in Szene gesetzt. Auch Sie können mitmachen und Ihren Fußabdruck noch bis zum 13. Januar an Wir haben es satt! schicken! Mehr dazu finden Sie hier.

Superwahl 2021: Abstimmung mit den Füßen

Erst Corona hat vielen verdeutlicht, wie wichtig das Lebensmittelhandwerk und eine nachhaltige Landwirtschaft sind. Andererseits verdeutlicht die Pandemie auch Probleme: Beispiele wie Tönnies zeigen, wie die Industrie Profite auf Kosten von Mensch, Tier und Natur einfährt. Anstatt sich für letztere einzusetzen, verhilft die Politik Konzernen zu ihrer Macht, auch wenn so Höfesterben, Klimakrise oder Insektenrückgang angeheizt werden.

Damit muss endlich Schluss sein! Deswegen ruft ein Umweltschutz-Bündnis aus mehr als 50 Organisationen zu den Wir haben es satt! -Protesten. Für einen umwelt- und tiergerechten Umbau der Landwirtschaft, gesundes Essen und eine Politik, die kleinbäuerliche Erzeuger regional und global unterstützt. Die Landtagswahlen und die Bundestagswahl 2021 sind wichtige Stellschrauben, um sich von der bisherigen Agrarpolitik der EU abzukehren. Gerade jetzt heißt es – trotz Corona – laut bleiben, Agrarwende anpacken, Klima schützen!

Wir haben`s satt : Die wichtigsten Forderungen:

Höfesterben beenden – BäuerInnen beim Umbau der Landwirtschaft unterstützen!

Tierfabriken stoppen – Stallumbau fördern & Tierzahlen reduzieren!

Klimakrise bekämpfen – Fleischkonsum senken & gesunde Böden sichern!

Pestizidausstieg angehen & Gentechnik stoppen – Gesundheit & Insekten schützen!

EU-Mercosur-Abkommen in die Tonne – Menschenrechte statt Freihandelsabkommen!