Schokolade aus gesegeltem Kakao

Bei den Chocolatemakers in Amsterdam dreht sich alles um nachhaltige Schokolade. Seit 13 Jahren stellen sie leckere Tafeln her, die nicht nur durch ihren einzigartigen Geschmack, sondern auch durch ihre umweltfreundliche Produktion begeistern.

Ein Highlight ist der Kakao aus der Dominikanischen Republik, der mit dem Segelschiff Tres Hombres nach Europa kommt. Dieses 32 Meter lange Schiff segelt mit Windkraft über den Atlantik und transportiert den Kakao für die leckeren Tafeln emissionsfrei nach Amsterdam. Tres Hombres gehört zu Fairtransport. Viele Freiwillige haben das alte Schiff 2007 komplett restauriert und umgebaut und so nachhaltigen Transport ohne fossile Brennstoffe möglich gemacht.

Die Reise dauert fast sechs Monate und führt das Schiff über 4143 Seemeilen (7673 km) von der Karibik bis nach Europa. Einmal im Jahr erreicht Tres Hombres den Hafen von Amsterdam, wo der Kakao in solarbetriebenen Fabrik weiterverarbeitet wird. Chocolatemakers röstet den Kakao selbst und stellt die Schokolade „Bean to Bar“ her – von der Bohne bis zur fertigen Tafel. So können sie die Qualität in jedem einzelnen Schritt kontrollieren und die Herkunft des Kakaos nachvollziehbar halten.

Chocolatemakers arbeitet direkt mit den Kakaobauern zusammen, besonders mit der Genossenschaft Conacado, die 10.000 Kleinbauern vertritt. Diese erhalten das Doppelte des Fairtrade-Preises, um ein existenzsicherndes Einkommen zu garantieren und so ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Dabei setzt Chocolatemakers auf eine transparente Lieferkette, die den Bauern zugutekommt und gleichzeitig die Umwelt schont.


Erster Carrot-Verfall verschoben

Du sammelst schon lange fleißig Carrots mit deiner CarrotCard? Super! Damit du deine gesammelten Carrots auch immer in Ruhe einlösen kannst, verfallen Sie erst nach 24 Monaten. Und es gibt gute Neuigkeiten: Wir verschieben den ersten Carrot-Verfall um einen Monat – auf den 30. April 2025. Sprich: Carrots, die vor dem 28.02.2023 gesammelt wurden, verfallen am 30.04.2025 und nicht wie ursprünglich angekündigt am 31.03.2025.

Aber warum verfallen Carrots überhaupt?

Seit 2021 kannst du mit der CarrotCard Punkte sammeln und von Rabatten und besonderen Angeboten profitieren. Und von Anfang an ist in den Teilnahmebedingungen festgelegt: Carrots sind mindestens 24 Monate gültig. Dennoch haben wir alle, seit Juli 2021, gesammelten Carrots bislang über 40 Monate lang gültig gelassen – also ganze 1,5 Jahre länger!

Dass wir den Carrot-Verfall nun einführen, hat einen wichtigen Hintergrund: Wir lieben unsere CarrotCard genau wie unsere Kund:innen – seit Jahrzehnten ist sie ein fester Bestandteil unseres Treueprogramms und wird ständig weiterentwickelt. Damit das auch in Zukunft so bleibt und wir weiterhin attraktive Vorteile bieten können, ist es wichtig, einen ausgewogenen Mittelweg zwischen Treuevorteilen und einer langfristig tragfähigen Umsetzung zu finden.

Gerade für mittelständische Familienunternehmen wie uns ist das nicht immer einfach. Denn nicht eingelöste Carrots (= Punkte) bedeuten, dass Unternehmen hohe finanzielle Rückstellungen bilden müssen. Damit sich diese über die Jahre – insbesondere von inaktiven Konten – nicht unbegrenzt anhäufen, ist ein regelmäßiger Punkteverfall zwingend notwendig.

Bei Fragen kannst du dich jederzeit gerne an carrotcard@vollcorner.de wenden. Wenn du uns deine CarrotCard Nummer nennst, informieren wir dich gerne auch darüber ob und wie viele deiner Carrots zum 30. April verfallen.


Genusstag am 29.03.

Schau am Samstag, den 29.03. in unserem größten VollCorner in der Schwanthalerstr 111 vorbei und lerne viele unserer Partner persönlich kennen!

Von 11:00 bis ca. 17:00 Uhr hast du die Möglichkeit, an den Ständen zahlreicher Bio-Hersteller und Lieferanten Produkte zu verkosten und die Menschen hinter den Marken zu treffen.

Probiere leckere Brote und Kuchen, Käse- und Wurstspäzialitäten, Eis, Snacks, Heumilchprodukte, Gin oder Bier. Unser Vino-Sommelier lädt zur Wein-Verkostung ein und du kannst dich zu Naturkosmetik beraten lassen (mehr Infos dazu unten).

Ein Highlight für die kleinen Gäste: Kinder-Schminken & -Glitzertattoos mit Nadine!

Lerne unsere Partner kennen!

Mit dabei sind viele beliebte VollCorner Lieferanten:
- Lokalbäckerei Brotzeit
- JooTi
- Del Fiore
- The Duke
- Djoon
- Bio-Heumilchbauern
- Bäckerei Hauzenberger
- Pedrazzoli Salumificio
- Schilcher Käse
und mehr

 

 

Kostenlose Kosmetik-Beratung

In unserer großen Naturkosmetikabteilung sind PRMAVERA und Dr. Hauschka vor Ort.

Buche dir vorab online einen Termin zur Gesichtspflege-Beratung mit PRIMAVERA und zur Schmink-Beratung mit Dr. Hauschka.

Hier geht's zur Calendly-Buchung von PRIMAVERA.

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Der Markt bleibt während des Genusstags regulär für den Einkauf geöffnet.
Ab einem Einkaufswert von 20€ kannst du übrigens eine Stunde kostenlos im Parkhaus parken. 

Wir freuen uns sehr über deinen Besuch!


10 essbare Blätter von Gemüse

Wenn du Gemüse kaufst, hast du es bestimmt oft auf die Früchte abgesehen – wie bei Paprika – oder du isst die Wurzeln – wie bei Karotten. Oft kannst du jedoch auch andere Teile oder sogar die gesamte Pflanze essen. Besonders die Blätter sind oft gesünder und leckerer als gedacht. Wir erklären, welche 10 du essen kannst, inklusive passender Rezepte.

Im konventionellen Handel werden Blätter meist vor dem Verkauf schon entfernt. Doch das ist schade, denn: Viele Gemüseblätter sind essbar! In VollCorner-Filialen findest du häufig Karotten mit reichlich Möhrengrün oder Radieschen mit frischen grünen Blättern dran. Und auch zuhause brauchst du dieses Grünzeug nicht wegzuwerfen. Wir erklären, wie du sie am besten zubereitest (Salat? Suppe? Geröstet?) und welche du auf keinen Fall essen solltest.

Allein in Deutschland fallen dem Bundesernährungsministerium zufolge jedes Jahr etwa 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, laut der WWF-Studie „Das große Wegschmeißen“ sind es sogar 18 Millionen Tonnen. Der WWF rechnet hoch: Pro Sekunde landen über 300 Kilo Lebensmittel im Müll – die eigentlich noch genießbar sind!

Natürlich fällt dieser Müll nicht nur in Privathaushalten an. Durch die gesamte Produktionskette hindurch könnte und sollte Lebensmittelverschwendung besser vermieden werden. Auch wir als Händler von hochwertigem Gemüse sehen uns in der Verantwortung und schmeißen so wenig weg wie nur irgend möglich. Wusstest du zum Beispiel, dass übriggebliebene Lebensmittel in allen 20 VollCorner-Märkten von Freiwilligen der Initiativen Foodsharing und FoodCaring abgeholt werden?

Schon beim Einkauf bemühen wir uns, immer nur so viel einzukaufen, wie unsere Kund:innen brauchen. Und was nicht ganz schnell weg ist, wird erst einmal reduziert verkauft. Lies hier mehr über unseren Grundsatz „Teller statt Tonne!

Außerdem sind essbare Gemüseblätter gesund – manchmal sogar gesünder als die Teile, die wir für gewöhnlich essen. Die Verbraucherzentrale Bayern erklärt zum Beispiel: Junge Kohlrabiblätter liefern dir fast doppelt so viel Vitamin C wie die Knollen. Auch bei der Roten Bete enthalten Stiel und Blätter mehr Vitamine und Mineralstoffe als die Rübe.

Generell gilt: Die jungen, zarten Blätter kannst du meist roh essen, zum Beispiel im Salat. Etwas größere, schon ältere Blätter schmecken besser gegart, zum Beispiel in Suppen oder im Ofen geröstet. Natürlich bietet es sich an, die Blätter in demselben Gericht wie den Rest des Gemüses zu verwenden, weil sie dann ja ohnehin „übrig“ sind. Deshalb stellen wir dir hier Rezepte vor, in denen du alle Teile des Gemüses verwenden kannst.

Einige dieser Gemüse sind sehr gut lagerfähig und können daher das ganze Jahr auf den Teller. Die frischen jungen Blätter sind aber meist nur noch dran, wenn das Gemüse gerade Saison hat, denn sie verwelken schneller.

  1. Karottenblätter: Das junge, zarte Möhrengrün kannst du einfach roh essen. Es schmeckt leicht bitter, aber ähnlich wie Petersilie. Probiere es doch mal als Pesto, als Topping für Suppe, Salat, geröstete Karotten oder gegrillte Karotten!
  2. Mairübchenblätter: Mairübchen findet man in Deutschland gar nicht so oft. Sie sind besonders zarte Knollen, die, wie der Name sagt, im Mai Hochsaison haben. Die Blätter der Mairübe schmecken ähnlich wie Radieschenblätter – angenehm mild-würzig. Verwende sie roh als Topping oder gegart in einer cremigen Soße.
  3. Rote-Bete-Blätter: Schmecken leicht erdig, aber angenehm. Verwende die zarten jungen Blätter zum Beispiel als Topping für marinierte Rote Bete oder Rote Bete-Ingwer-Suppe. Sieh dir auch unsere Warenkunde zu Rote Bete an, um mehr über die gesunde Knolle zu erfahren.
  4. Kohlrabi-Blätter: Die jungen Kohlrabi-Blätter kannst du roh essen, ältere sind besser gekocht. Der Geschmack ist mild und erinnert an Mangold oder Spinat. Verwende sie zum Beispiel in kleine Röllchen geschnitten als Topping für unser Kohlrabi-Kartoffel-Gratin. In unserer Warenkunde Kohlrabi erfährst du mehr über die knackige Knolle.
  5. Radieschenblätter: Roh sind die Radieschenblätter angenehm würzig und geben deinen Gerichten einen Kick. Nutze sie zum Beispiel als Topping für unseren Spargelsalat mit Radieschencarpaccio. Erfahre mehr über die typisch bayerische scharfe Knolle in unserer Warenkunde Radieschen.
  6. Fenchelgrün: Rohes Fenchelgrün ähnelt im Geschmack Anis und passt somit zu allem, wozu Anis auch passt. Mix es in Salate, Suppen oder gönn es dir zu Fischgerichten. In unserem Champagner-Roggen-Salat verwendest du eine Fenchelknolle und das Fenchelgrün kommt direkt als Topping obendrauf.
  7. Brokkoliblätter: Schmecken ähnlich wie Brokkoli, nur milder. Du kannst sie in Aufläufen, als Pesto oder Beilage verwenden. In unserem Rezept für Pasta Primavera wird der Strunk ohnehin mitverwendet. Hat dein Brokkoli junge zarte Blätter, gib sie als Topping obendrauf. Sind sie schon etwas schlaffer, gare sie einfach kleingeschnitten mit.
  8. Knollensellerieblätter: Knollensellerieblätter schmecken besonders intensiv und erinnern an Liebstöckel. Du kannst sie auch trocknen und einfrieren, um sie immer als praktisches Würzmittel zur Hand zu haben.
  9. Blumenkohlblätter: Schmecken mild und leicht nussig. Da sie an einem Ende etwas dicker sind, bieten sie sich für den Ofen an: Gib einfach etwas Öl drauf und würze mit Salz und Pfeffer an und gare sie für ein paar Minuten im Ofen. Dann kannst du sie als Beilage, zum Beispiel für Kartoffelgerichte verwenden.
  10. Rettichblätter: Sind roh genießbar und haben einen leicht scharfen Geschmack. Nutze sie als Salatzutat oder in Sandwiches oder Aufstrichen – richtig erfrischend!

Übrigens: In unseren Saisonkalendern, zum Beispiel dem VollCorner Saisonkalender für August, kannst du nachlesen, welches Obst und Gemüse hier gerade Saison hat.

So gesund und lecker die meisten Gemüseblätter auch sind: Es gibt ein paar, die du lieber nicht auf deinen Teller packen solltest, denn sie enthalten Stoffe, die sogar gesundheitsschädlich sein können. Dazu gehören zum Beispiel die Blätter von Kartoffeln und Tomaten. Diese enthalten sogenannte Solanine und Alkaloide – Gifte, die Magenbeschwerden, Übelkeit und Durchfall verursachen können.

Die Blätter von Rhabarber sind ebenfalls nicht für den Verzehr geeignet, da sie hohe Mengen an Oxalsäure enthalten, welche Nierensteine begünstigen kann. Lies mehr über das Gemüse, das oft wie Obst verwendet wird, in unserer Warenkunde Rhabarber.


Winter auf den Gemüsefeldern

Auch im Winter bieten wir besonders gerne Gemüse aus dem Münchner Umland an, obwohl die Auswahl jetzt natürlich kleiner ist. Doch was machen unsere Bio-Gärtnerinnen und -Gärtner eigentlich wenn es draußen kalt ist und – zumindest auf den ersten Blick – die Felder ruhen? Urban vom Obergrashof in Dachau und Alexander vom Biolandhof Fuchs in Schrobenhausen geben uns einen Einblick.

Tipp: Welche regionalen Sorten du aktuell in unseren Gemüseabteilungen findest, siehst du auf unserem monatlichen Saisonkalender. Den gibt's online oder in unseren Biomärkten zum Mitnehmen.

"Während im Sommer um die 40 Menschen im Morgenkreis um 07:00 zusammen stehen, sind es jetzt, Anfang des Jahres, zwei tapfere Handvoll. Die Felder draußen liegen brach oder unter Grün-Düngung und warten auf’s Frühjahr. Für die Verbliebenen gibt es trotzdem genug zu tun: Kühe und Schafe wollen auch im Winter gefüttert und ausgemistet werden.

Die Lagerware aus der Kühlung – Rote Bete, Sellerie, Pastinaken, die letzten Möhren – wird portionsweise gewaschen, aufbereitet und kommissioniert. Und damit wir alle im Winter nicht ganz vergessen, wie Grün aussieht, bündeln wir Treibschnittlauch, packen Kresseschälchen und ernten Feldsalat.

Eine wichtige Winterkultur ist auch unser Chicorée: Die im Sommer angebauten und im Herbst gerodeten Wurzeln treiben im Dunkeln und Warmen neu aus.

Nach ca. 3 Wochen sind die bleichen Chicorée-Sprosse erntereif und werden geputzt und verpackt.

Im Samenbau dreschen wir das Saatgut, reinigen es und setzen Keimtests an. Außerdem gilt es, die Elitepflanzen der zweijährigen Arten für die Saatgutgewinnung nächstes Jahr zu überwintern: Fenchel und Blumenkohl stehen eingepackt unter Vlies und warten auf Wärme und Licht für den Neuaustrieb.

Der Winter ist natürlich auch Schreibtisch-Zeit: Die Anbauplanung für die kommende Saison steht an, Betriebsdokumentationen sind abzuschließen, Berichte und Anträge zu schreiben. Alles in allem geht es bei uns am Obergrashof deutlich ruhiger zu, die Erde ruht sich aus, wir auch (zumindest ein bisschen) und freuen uns auf den Frühling draußen!

Bei uns dauert die Ernte vieler Lagergemüsearten meist bis in den November. Dieses Jahr haben wir die letzten Wurzelpetersilie erst kurz vor Weihnachten geerntet. Dann sind die Lager mit Wintergemüse wie Kraut, Wurzelgemüse aber auch Zwiebeln, Kürbissen und Süsskartoffeln gefüllt. Die bereiten wir nach Bestellung über den ganzen Winter peu a peu auf - bürsten, waschen und sortieren die Ware für unsere Kunden.

Schon Ende November beginnt die Planung fürs neue Jahr - Festlegung der Fruchtfolge auf den Feldern, Bestellung von Saatgut und Jungpflanzen. Immer wenn es die Zeit erlaubt, werden alle Maschinen durchgeschaut, bei Bedarf repariert und dann eingewintert.

Besonders viel Spass macht mir persönlich, das Jahr nochmal Revue passieren zu lassen. Zu überlegen was gut gelaufen ist und wo es Verbesserungsmöglichkeiten an Sorten, Abläufen und an Maschinen gibt. Schliesslich will man ja mit seinem Team jedes Jahr ein Stückchen besser werden!

Auch wir freuen schon darauf, wenn wir im Frühjahr wieder viele Sorten aus Dachau und Schrobenhausen anbieten können und sagen Danke für den spannenden Einblick!"


Eure Spende für Horizont

Im Dezember hattet ihr die Möglichkeit, 500 gesammelte Carrots zu spenden – das entspricht einem Wert von 10 €. Dank eurer großartigen Beteiligung kamen in nur wenigen Wochen 7.700 € zusammen!

Ihr habt entschieden, wohin das Geld gehen soll: Der Betrag wurde an den "Horizont e.V."  überwiesen. Die die Münchner Organisation gibt obdachlosen Kindern und Müttern ein Zuhause, Schutz und die Chance auf einen Neuanfang.

Wir sagen herzlichen Dank an alle, die Carrots gespendet haben!


Besser Bio?!

Ist Bio wirklich besser? Läuft’s im Bio-Kuhstall wirklich anders und werden auf Bio-Lebensmitteln nicht auch hin und wieder Pestizide gefunden? Ist Bio nicht einfach Luxus, der auf dem Acker zu viel Platz braucht und dem Geldbeutel zu viel abverlangt?

Diese Fragen stellen sich viele, bevor sie zum Bio-Produkt greifen. Als Münchner Familienunternehmen, das seit über 35 Jahren ausschließlich Bio-Lebensmittel verkauft, kennen wir bei VollCorner nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis des Biohandels.

In Besser Bio?! erklären interne und externe Expert:innen, was die Bio-Landwirtschaft anders macht, reflektieren über Fortschritt und Tradition und geben Anekdoten aus Hühnerstall, Produktionshalle & Co. zum Besten. Ein Podcast für alle, die voll informiert sein wollen. 

Worauf du dich unter anderem freuen kannst: Mit VollCorner Gründer Willi Pfaff diskutieren wir, ob regional-saisonale Produkte wirklich immer besser sind, Urban Ewald vom Obergrashof erklärt, warum wir samenfeste Sorten brauchen (und natürlich, was das eigentlich ist) und Julian Stephan vom Bicklhof gibt Einblicke in das Leben von Zweinutzungshühnern. 

Abonniere Besser Bio?! jetzt auf Spotify, Apple Podcasts, Deezer, YouTube oder Amazon Music um gleich zu erfahren, wenn es eine neue Folge gibt. Auch im VollCorner Newsletter halten wir dich über den Podcast auf dem Laufenden.


Bio-Handwerk IV: Mit Liebe gekocht

Am besten schmeckt immer noch selbstgekocht – da sind sich die meisten einig. Doch dafür ist nicht immer Zeit. Wir stellen dir in Teil IV unserer Artikelreihe zum Lebensmittelhandwerk drei Hersteller vor, die eine echte Alternative bieten: in Handarbeit hergestellte Bio-Fertiggerichte mit hochwertigen Zutaten und ohne künstliche Zusätze.

Dass Fertiggerichte zu viel Fett, Zucker und Geschmacksverstärker enthalten und generell wenig nährstoffreich sind, stimmt schon längst nicht mehr. Vor allem im Bio-Bereich glänzen einige Hersteller durch ihr handwerkliches Können, ihre naturbelassenen Rezepte, und natürlich den Geschmack.

Bei Kammergold ist alles vegan und natürlich alles Bio. Um maximalen Geschmack zu garantieren, arbeiten Geschäftsführer Martin Riedel und sein Team besonders gerne mit Röstaromen: Für jedes Gericht rösten sie Zwiebeln in Öl an, tomatisieren sie und löschen alles mit Rotwein ab. Erst dann kommen die weiteren Zutaten dazu. So bringt jedes Gericht ganz viel Umami auf den Teller – aufwärmen und fertig!

Und nicht nur das Kochen, auch das Abfüllen und Etikettieren ist bei Kammergold Handarbeit. Ganz ohne Zuatz- oder Konservierungsstoffe sind sie dank einer innovativen Methode von Kammergold ungekühlt bis zu einem Jahr haltbar. Lust zu probieren? Bei VollCorner findest du alle vier Sorten: Curry, Bolognese, Gulasch und Linsensuppe.

Bei den gefüllten Teigprodukten aus dem Kühlregal von SOTO ist vor allem der Teig wichtig. Nur wenn die Zutaten sorgfältig und genau verwogen und gemischt werden und der Teig behutsam und der Teigmaschine zugeführt wird, stimmt am Ende das Ergebnis. Dieser Vorgang erfordert viel Liebe zum Detail und eine präzise handwerkliche Ausführung.

SOTO verwendet für seine Bio-Produkte nur natürliche Zutaten, bevorzugt aus der Region. Deren Qualität hängt auch von Jahreszeit und Witterung ab. Umso wichtiger ist es, dass die Rezepturen immer mit Handwerksverständnis und einer Portion Fingerspitzengefühl hergestellt werden, damit am Ende die Balance stimmt. Denn die richtige Textur der Mischung ist essentiell für die Formbarkeit der SOTO-Produkte.

Sogar die Gewürzmischungen werden bei SOTO im Haus selbst entwickelt und zusammengemischt. Diese sind wesentliche für den einzigartigen Geschmack der Frühlingsrollen und Co. Ihre Rezeptur ist – so Geschäftsführerin und Gründerin Maria Schramm – "ein gut gehütetes Geheimnis, weshalb nur ausgewählte Personen Zugang zu unserer Gewürze-Schatzkammer erhalten."

„Wir kommen beide aus der gehobenen (veganen) Gastronomie. Dort ist Kochen Handarbeit. Jedes Gericht wird einzeln frisch zubereitet. Es wird auf Zusatzstoffe verzichtet. Diese Qualität haben wir in unsere JooTi-Küche mitgenommen.“ Das erklären Joachim Schwarz und Timo Kreuzer, die Gründer von JooTi. Diese hohen Ansprüche schmeckt man: Würziges Chili sin Carne, cremiges Daal, ihre herbstliche Kürbissuppe und mehr kochen sie täglich frisch aus Zutaten, die Großteils aus Bayern kommen.

Warum nicht einfach seltener, aber dafür größere Mengen kochen? „Wir kochen täglich und in kleinen Mengen. So kommen die Gerichte immer maximal frisch in die Läden. Außerdem können wir damit flexibel auf die Einzelqualität, zum Beispiel bei den Gemüsen, eingehen. Ist die Chili z.B. besonders scharf, kommt davon natürlich etwas weniger ins Curry. Es ist eben jede Ernte anders .“

Besonders wichtig ist ihnen, dass sie zu 100 % Bio und viel vegan kochen und auf Zusatzstoffe verzichten. „Frisches Kochen erfordert immer Fingerspitzengefühl für genau die Lebensmittel, die wir gerade im Topf haben“, erklären die erfahrenen Köche.

Jeder JooTi-Becher, den du im VollCorner-Kühlregal findest, wurde von Hand befüllt. „Das ist ein großer Aufwand, doch für die Qualität vor allem bei unseren Hauptgerichten mit Reis besonders wichtig“, erläutern Joachim und Timo. „Der Reis kommt unten in den Becher, das Gemüse obendrauf. So vermischen sich beide erst beim Erwärmen. Der Reis bleibt bis zum Genuss bissfest – wie frisch gekocht.“

Du möchtest mehr über Lebensmittel aus Handarbeit erfahren? Sieh dir die anderen Artikel in unserer Handwerks-Reihe an:

Entdecke auf unserer Partner-Seite noch mehr großartige Marken und Hersteller, mit denen VollCorner zusammenarbeitet.


Rein regional und rein Bio – könnte München so satt werden?

Wenn es um Lebensmittel aus Bayern geht, denken wohl viele zuerst ans Bier. Hopfen gibt es in und um München natürlich zur Genüge, aber auf dem süddeutschen Boden wächst noch viel mehr. Und immer mehr Menschen greifen zu diesen regionalen Lebensmitteln. Doch könnte sich München auch wirklich rein aus dem Umland ernähren? Eine neue Studie findet auf diese Frage eine klare Antwort.

Werden bei einer rein regionalen Ernährung alle in und um München satt? Dieser Frage geht eine neue Studie des Leibniz-Zentrums Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. vom Februar 2023 nach. Außerdem wollten die Forschenden wissen: Klappt eine rein regionale Ernährung auch, wenn Landwirtschaft nur ökologisch betrieben wird, und alle Moore dem Klima zuliebe wiedervernässt werden?

Die Forschenden haben nicht nur berechnet, ob bei einer rein regionalen Ernährung alle in und um München satt werden können. Sie haben auch verschiedene Szenarien untereinander abgeglichen:

  • Rein ökologische versus rein konventionelle Landwirtschaft
  • Aktuelle Mengen an Lebensmittelverschwendung versus stark reduzierter Essensabfall
  • Traditionelle versus flexitarische Ernährung*

Übrigens: Hopfen wurde wegen seiner wichtigen Bedeutung für die regionale Wirtschaft bei den Berechnungen ausgeschlossen.

Das wichtigste Ergebnis: Ja! Wir könnten uns in München rein regional und rein bio ernähren.

Zwar wird für ökologische Landwirtschaft erstmal mehr Fläche benötigt. Der Umkreis, aus dem wir die Lebensmittel beziehen müssten, damit alle satt werden, ist also etwas größer als bei konventioneller Landwirtschaft. Doch wenn die Münchner:innen sich klimafreundlicher ernähren – sprich: weniger Fleisch und weniger Lebensmittel im Müll – wird dieser Umkreis wieder kleiner; kleiner sogar als mit konventioneller Landwirtschaft bei einem Status Quo in Sachen Fleischkonsum und Lebensmittelverschwendung.

Wir von VollCorner tun unseren Teil, indem wir Münchner:innen die Produkte anbieten, die es möglich machen: Wann immer wir können, beziehen wir unsere Produkte regional und haben eine große Auswahl an veganen und vegetarischen Bio-Fleischersatzprodukten, die es leichter machen, statt zu Leberkäs mal zu Soja zu greifen. Mit einem Stück Allgäuer Tempeh der tempehmanufaktur zum Beispiel bekommst du deine Dosis gesunder Hülsenfrüchte und gleichzeitig einen deftigen Fleischersatz.

Fazit: Auch bei rein ökologischer Landwirtschaft produziert das Land um München mehr als genug Lebensmittel für alle Anwohner:innen. Es ist also keinesfalls notwendig, durch konventionelle Landwirtschaft die Fläche „effizienter“ zu nutzen, um lokal alle zu ernähren.

Im Modell wird übrigens davon ausgegangen, dass exotische Güter wie Kaffee, Kakao und Bananen weiterhin importiert werden.

Ein weiteres Ergebnis der Modellstudie, das Klimaschützer:innen optimistisch stimmen dürfte: Bayern braucht keine trockengelegten Moore als Anbaufläche, um mit ökologischem Landbau alle zu versorgen. Hier fassen wir euch die wichtigsten Zahlen und Erkenntnisse zusammen:

  • Bei einer regionalen Versorgung innerhalb von Oberbayern, Niederbayern und Schwaben bleibt mehr als genug für den lokalen Verbrauch übrig: Wir könnten – selbst wenn alles bio ist – etwa 1,2-mal so viel produzieren, wie wir lokal verbrauchen.
  • Wenn jede:r im Schnitt nur noch halb so viele Tierprodukte und dafür doppelt so viel Gemüse sowie mehr Hülsenfrüchte und Nüsse isst, könnten wir konventionell 172 % und rein ökologisch sogar 165 % von dem produzieren, was wir verbrauchen.
  • Wenn alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette, von Landwirt:innen bis Verbraucher:innen, Lebensmittelabfälle weitgehend vermeiden, bleibt 25 % mehr Fläche für alternative Nutzung oder den Naturschutz übrig.
  • Moorflächen werden derzeit mitunter für die Landwirtschaft genutzt. Doch dafür mussten sie trockengelegt werden. Das führt dazu, dass sie ihre wichtigere Funktion nicht mehr ausfüllen können: Im natürlichen, nassen Zustand sind Moore ausgezeichnete Kohlenstoffspeicher. Dem Klimaschutz zuliebe müssen wir alle Moore wiedervernässen. Das würde das der bayerischen Fähigkeit, sich selbst zu versorgen, auch kaum schaden (9,89% bzw. 7,25%).

Selbst wenn das Münchner Umland diese ehemaligen Moorflächen als Anbaufläche ‚verliert‘, könnten Landwirt:innen also noch genug für den lokalen und den globalen Markt produzieren – an den Weltmarkt gehen dann etwa 10 bis 50 % der regional verkauften Menge. Ein Beispiel: Pro 10 Kilo innerhalb Münchens verkauftem Spargel könnten ein bis fünf Kilo in andere Regionen Deutschlands gehen.

Wusstest du, dass Öko-Landbau jährlich Milliarden spart? Lies mehr darüber in unserem Beitrag: Warum Bio kein Luxus ist

Der Grüne Bundestagsabgeordnete Karl Bär, Auftraggeber der Studie, sagt dazu: „Frisch geerntete, kurz transportierte Bio-Lebensmittel aus lokaler Landwirtschaft sichern Arbeitsplätze, die Versorgung in Krisenzeiten und gute Beziehungen von Stadt und Land. Die Studie ist mehr als eine theoretische Berechnung; sie ist eine Einladung, etwas zu verändern.“

Zusammengefasst heißt das: Als Münchner:in regionale Produkte aus Öko-Anbau zu kaufen, lohnt sich! Denn damit unterstützt du Betriebe, die auf kurze Lieferwege und eine umweltfreundliche Bewirtschaftung unserer Flächen achten. Und gerade darauf legt VollCorner seit seiner Gründung 1988 besonderen Wert. Auf unserer Netzwerk-Karte kannst du genau sehen, woher wir unsere Produkte aus dem Umland beziehen. Bei VollCorner findest du zum Beispiel Demeter-Eier vom Bicklhof aus Peiting, Bio-Apfelsaft aus dem Isarhügelland vom Biohof Wimmer, sowie Honig, Edelbrände und Essig vom Bienenhof Pausch aus Scheyern, und vieles mehr!

Außerdem hilfst du uns bei VollCorner durch deinen Einkauf dabei, faire und sparsame Wertschöpfungsketten aufrechtzuerhalten und gegen Lebensmittelverschwendung anzukämpfen. Wusstest du zum Beispiel, dass wir mit Foodsharing und FoodCaring zusammenarbeiten, damit möglichst keine essbaren Lebensmittel aus unseren Märkten im Müll landen? Lies hier mehr über unser Motto „Teller statt Tonne!“.

*in der Studie definiert durch: halb so viel Konsum von Tierprodukten, doppelt so viel Gemüse, fünfmal so viele Nüsse und 32-mal so viele Hülsenfrüchte

Quelle (Studie hier zum Download): oekomodellregionen.bayern/nachrichten/2699/muenchen-isst-regional